Schiri des Jahres - Elmar Fehsenfeld

Porträt vom Schiri des Jahres Fehsenfeld

Steyerberg. Am vergangene Wochenende lud der Schiedsrichterausschuss des NFV-Kreises Nienburg seine Referees zur alljährlichen konditionellen Leistungsprüfung und theoretischem Regeltest ein. Die sommerlichen Temperaturen hatten noch nicht angezogen, dennoch war es drückend schwül. Dies führte bei einigen Teilnehmern zu Kreislaufproblemen. Hörte man den Gesprächen der Referees zu, so erkannte man schnell, dass das Gesprächsthema Nummer eins die umstrittene Spielszene in Marklohe im Relegationsspiel war. Die Unparteiischen, die Leistungsklassen pfeifen, mussten den Helsen-Test (Lite-Version) bestreiten. Leider wurden im Steyerberger Waldstadion zeitgleich ehrenamtliche Reinigungsarbeiten durchgeführt. Der Einsatz von Rasentrimmern und Laubbläsern führte zu einer erheblichen Lärm- und Staubkulisse. Zudem machte ein Reinigungsgerät den Bengalos alle Ehren und qualmte aus allen Nähten. Die Stadiondurchsagen zum Lauftest waren nur schwer verständlich. Auf der anschließenden Jahrestagung gab der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses, Lukas Frenzel, Ehrungen und Personaländerungen bekannt. Aus dem Schiedsrichterausschuss wurden Elmar Fehsenfeld, Uwe Hildebrand und Thosten Schröder verabschiedet. Neu gewonnen, für die ehrenamtliche Mitarbeit, wurden Julius Lempfer und Dennis Philip.

Den Titel „Schiedsrichter des Jahres“ erhielt – auch für sein NFV-Lebenswerk – Elmar Fehsenfeld. Noah Karaüzum folgte als Jungschiri des Jahres. Für 15 Jahre an der Pfeife wurden Lucas Homfeld und Florian Becker geehrt. Becker ist zusätzlich „Vielpfeifer“. Mit 129 Spielleitungen schoss er in diesem Jahr den Vogel ab.
Lukas Frenzel berichtete, dass in dieser Saison wieder zwei Anwärterlehrgänge durchgeführt wurden. Derzeit hat der Kreis 183 Schiedsrichter, davon 117 aktive, 20 mehr als in der Vorsaison. Insgesamt gab es 30 Vereinsdialoge mit den Vereinen.

Kreisligaansetzer Janik Bartz berichtete von einem Spiel, das 24mal umbesetzt wurde. Acht Änderungen erfolgten in den letzten 24 Stunden vor Spielbeginn. „Viele fragen sich, warum Frank Schierholz mit 20 Spielen so viele Kreisligaspiele geleitet hat“, warf Bartz in den Raum. Der Liebenauer Referee war einfach neunmal bereit kurzfristig einzuspringen. Ein Glücksfall für den NFV-Ansetzer! Auch Thorsten Schröder klagte über die Moral im Ansetzungsbereich der Junioren. Dort gab es viele kurzfristige Rückgaben: „Oma hat nicht kurzfristig Geburtstag. Pflegt bitte eure Freitermine im DFBnet!“

Unverständnis gab es bei Lukas Frenzel, dass 51 Schiedsrichter es nicht schafften, mindestens drei Lehrabende oder zwei Lehrabende und ein Schiritraining zu besuchen. Alles wurde hybrid angeboten – online und in Präsenz. Wilm Laue vom Ausschuss verkündete, dass es die Schiedsrichtertrainings mangels Resonanz nicht mehr geben wird.

Am Ende einer gelungenen Veranstaltung wurde in der Mensa der Waldschule

Text und Fotos: Jens Lucenz


Autor: Thorsten Hoffmeier